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Artikel: Der Gentleman-Schirm: Eine britische Tradition

Two people under a dark Bucklesbury umbrella on Westminster Bridge, with Big Ben and the Houses of Parliament behind them in London
British Style
Postcards from London · The Bucklesbury Blog

Der Gentleman-Schirm: Eine britische Tradition

Heute gehört der Gentleman-Schirm zu den bekanntesten Accessoires des britischen Stils – er steht für Eleganz, Zweckmäßigkeit und eine gewisse zurückhaltende Raffinesse. Doch sein Platz in der britischen Garderobe war nicht immer selbstverständlich. Als der Kaufmann und Reiseschriftsteller Jonas Hanway in den 1750er-Jahren begann, regelmäßig mit einem Regenschirm durch die Straßen Londons zu gehen, erntete er Berichten zufolge Spott von Passanten, die einen Schirm für ein ungewöhnliches Accessoire für einen Mann hielten. Hanway ließ sich davon nicht beirren und trug seinen Schirm jahrzehntelang. Als er 1786 starb, waren bereits andere Londoner Gentlemen seinem Beispiel gefolgt.

Was als Exzentrik begann, wurde nach und nach zu einem vertrauten Anblick auf Großbritanniens Straßen und entwickelte sich zu einem Accessoire, das eng mit britischer Handwerkskunst und dem Stil des Gentleman verbunden ist.

Von der Londoner Kuriosität zur britischen Tradition

In der viktorianischen Zeit war der Regenschirm fester Bestandteil der Garderobe eines Gentleman und wurde zu maßgeschneidertem Mantel und Melone getragen. Londoner Schirmmacher machten sich einen Namen mit eleganten, langlebigen Modellen, die sich sauber einrollen, bequem tragen und reparieren statt ersetzen ließen. Der lange, schlanke Schirm, oft mit einem geschwungenen Holzgriff, wurde ebenso zum Ausdruck persönlichen Stils wie zum praktischen Schutz vor dem unberechenbaren britischen Wetter.

Mit der Zeit entwickelte der Gentleman-Schirm eine unverwechselbare Silhouette, die mehr als ein Jahrhundert später noch immer erkennbar ist. Mit seinem sorgfältig gerollten Bezug, dem schlanken Stock und dem eleganten Rundhakengriff lässt er sich auch dann angenehm tragen, wenn der Regen bereits aufgehört hat. Traditionell in Schwarz, Marineblau oder dunklem Grün gehalten, ergänzt er formelle Kleidung, ohne unnötig aufzufallen.

Die Handwerkskunst hinter einem feinen Schirm

Während der Gentleman-Schirm für sein elegantes Erscheinungsbild bewundert wird, liegt vieles von dem, was einen fein gefertigten Schirm auszeichnet, in der Handwerkskunst unter seinem Bezug. Ein gut gemachter Schirm sollte ausgewogen in der Hand liegen, sich leichtgängig öffnen und zuverlässig schützen, wenn das Wetter umschlägt. Dafür braucht es größte Sorgfalt bei Gestell, Stock, Griff und Bezug – jedes Teil trägt zur Stabilität, zum Komfort und zur Langlebigkeit des Schirms bei.

Bucklesbury setzt diese Tradition der britischen Schirmmacherkunst fort: Jeder Schirm wird in London in einer Werkstatt von Hand gefertigt, deren Schirmmacher-Tradition bis ins Jahr 1805 zurückreicht. Statt der hohlen Metallstöcke, die bei vielen Massenprodukten üblich sind, ist der Bucklesbury Classic English Umbrella um einen massiven Kern aus Buchenholz aufgebaut, das nachhaltig aus englischen Wäldern stammt. Sein polierter Rundhakengriff aus Ahorn wird von Hand über einer echten Flamme geflammt; so entstehen feine Variationen im Holz, die jedem Schirm seinen eigenen Charakter verleihen.

Die Liebe zum Detail setzt sich im Gestell fort, das von erfahrenen Handwerkern mit in Sheffield gefertigten Federn und rostbeständigen Beschlägen aus Nichteisenmetall montiert wird. Diese traditionellen Techniken und sorgfältig ausgewählten Materialien spiegeln eine Philosophie wider: Schirme, die über viele Jahre getragen, gepflegt und repariert werden sollen.

Wer eine noch traditionellere Bauweise schätzt, findet sie im Bucklesbury London Umbrella: Er wird aus einem einzigen, ungeteilten Stück englischer Edelkastanie oder Ahorn gefertigt, sodass Griff und Stock ein durchgehendes Stück Holz bilden. Eine solche Fertigung erfordert Holz von außergewöhnlicher Geradheit und Qualität sowie das Können, es zu formen und zu veredeln. Das Ergebnis ist ein besonderes Beispiel englischer Schirmmacherkunst, das die natürliche Schönheit des Holzes und das Handwerk dahinter würdigt.

Ein beständiger Teil des britischen Stils

Der Gentleman-Schirm ist bis heute fester Bestandteil der britischen Kultur und erscheint in Filmen, im Fernsehen und auf Bildern des Londoner Lebens als Symbol zurückhaltender Eleganz. Auch wenn die Melone weitgehend aus der Alltagsgarderobe verschwunden ist und formelle Kleidung seltener geworden ist, hat der klassische lange Schirm nichts von seiner Anziehungskraft verloren.

Seine anhaltende Beliebtheit verdankt er vor allem seiner Vielseitigkeit. Ein sauber gerollter Schirm passt ebenso zum maßgeschneiderten Mantel an einem Arbeitsmorgen wie zu legerer Kleidung beim Wochenendspaziergang. Trotz seiner traditionellen Verbindung zum Gentleman ist das Design keineswegs Männern vorbehalten und spricht jeden an, der Design und Handwerkskunst zu schätzen weiß.

Wer sich heute für einen traditionellen Schirm entscheidet, findet bei Bucklesbury eine Auswahl an Farben – von klassischem Schwarz und Marineblau bis zu Racing Green und Burgunderrot –, sodass persönliche Vorlieben und klassisches Design harmonisch zusammenfinden. Jeder Bucklesbury-Schirm trägt die Marke Rain Tested in England™ und wird in einem Beutel aus 100 % Baumwolle in einer Rain Tested in England™ Geschenkbox geliefert – ein durchdachtes Geschenk und zugleich eine bleibende Bereicherung der eigenen Garderobe.

Mehr als zwei Jahrhunderte nachdem Jonas Hanway Berichten zufolge für seinen Schirm in London verspottet wurde, werden in der Stadt noch immer Schirme mit Techniken gefertigt, die von Generationen britischer Handwerkskunst geprägt sind. Was als ungewöhnliches Accessoire begann, ist zu einem beständigen Ausdruck britischen Stils geworden – und der Gentleman-Schirm ist heute so praktisch und zeitgemäß wie eh und je.

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